Tschernobylreise 2015 Teil I

Es gibt so Orte die ich schon immer mal besuchen wollte. Darunter die Sperrzone rund um das havarierte Kernkraftwerk Tschernobyl. Ich gebe zu, kein alltägliches Reiseziel, aber dazu später mehr.
So habe ich auch nicht lange gezögert als ich auf die Reise dorthin von Urbexplorer aufmerksam geworden bin. Diese Reise sowie den Anbieter kann ich nur empfehlen ;)

Treffpunkt war Warschau von wo aus es weiter nach Kiew ging. Die Anreise mit Zug und Bus zog sich “etwas”, die Rückreise sollte noch länger dauern. Start am 20.6 um 7uhr MEZ und Ankunft in Kiew am 21.6 um ca. 11uhr CEST.
Kiew ist eine sehr interessante Stadt, auch so mal einen Besuch wert, genau wie das ganze Land. Fans der Street Fotografie dürften dort voll auf ihre Kosten kommen. Auf Kiew gehe ich hier aber nur kurz ein, auch wenn es dort, dank unseres Guide, viel zu sehen gab. Unter anderem der Maidan sowie diverse Wahrzeichen der Stadt. Ein paar Impressionen:


Am nächsten Morgen dann der Aufbruch in Richtung Tschernobyl. Nach passieren der Eingangskontrolle am Checkpoint der 30km Zone war das erste Ziel der Kindergarten von Kopatschi. Neben einem Denkmal das einzige was an dieses Dorf noch erinnert. Die Strahlung war hier mit ~7µSvh recht ausgeprägt, am Boden noch schlimmer.

Anschließend weiter Richtung Prypjat, vorbei am Checkpoint der 10km Zone und vorbei am Reaktor 4. Kurzer Stop beim bekannten “Ortsschild”:
Ortsschild PrypjatNoch ein letzter kleiner Checkpoint vor Prypjat und dann ging es zum Krankenhaus. Eine dramatisierte Ortsbeschreibung erspare ich mir. Man kann es sich vorstellen, wie es dort ist und wer es genau wissen will sollte einfach mal dahin.

Kurzer Besuch im Cafe:

Anschließend die Schule, bekannt durch die vielen Bilder der Gasmasken. Hier sieht man die auswirkungen des Tourismus deutlich, nichts ist mehr unberührt und vieles arrangiert….

Dafür ging es im Anschluss ins Schwimmbad:

Und zum Abschluss des Tages der unvollendete Kühlturm vom ebenfalls unvollendeten Reaktor 5:
unvollendeter Kühlturm