Tschernobyl Reise 2015 Teil III

Teil I
Teil II
Tag 3 in der Zone, leider auch der letzte. Für mich steht heute das Highlight auf dem Programm…das Überhorizontradar Duga 3. Konstruiert und gebaut um Westliche Atomraketen zu erfassen. Die älteren kennen diese Anlage als klopfendes Geräusch im Radio (merh dazu: Wikipedia).

Aber genug der Schwärmerei…ab ins Feriencamp! Die horde Insekten vor Ort erwartet einen schon :D
Da es im Wald liegt ist hier die Hintergrundstrahlung erhöht. Weiterhin sollte man den frischen Himbeeren die überall wachsen widerstehen ;)


Jetzt aber weiter zur Duga. Die schieren Ausmaße dieser Anlage können die Bilder leider nur begrenzt wiedergeben. Nur soviel: selbst mit dem 8mm Fisheye und etwas Entfernung war es schwierig alles auf einmal draufzubekommen. Die Leitern luden zum klettern ein…dies habe ich natürlich auch getan. Aber nur ein bisschen, bis nach oben hätte zuviel zeit gekostet. Neben Bilder der Antennen auch einige Bilder aus den Kontroll bzw. Schulungsräumen.

Im Umkreis der Duga befindet sich auch ein altes Kino…einen “Selfie” mit Blitz konnte ich mir da nicht verkneifen:
Kino Prypjat

Abschließend noch ein paar Bilder vorm Reaktor 4, Tschernobyls Ortsschild und Gedenkstätte sowie von den Checkpoints.

Für alle Bilder ist hier natürlich zu wenig Platz. So eine Reise beitet einfach zuviele Motive. Wer jetzt selber überlegt dorthin zu reisen, hier ein paar kurze Tipps:
1. Macht euch keine Panik wegen der Strahlung. Ich habe während meines Aufenthaltes weniger Strahlung aufgenommen als bei einem Transatlantikflug. Einfach die Hotspots meiden, möglichst wenig anfassen und natürlich nichts essen und gut ists!
Bei jeder Ein- und Ausfahrt in die Zonen (10/30km) gibt es einen Strahlungscheck. Und außer festes Schuhwerk brauch man keinerlei Sicherheitskleidung.
2. Ein gescheites Stativ. Ja ein Reisestativ ist schön leicht und kompakt…NEIN, weg damit, packt was stabiles ein.
3. Die Anreise mit dem Zug ist nur in der Theorie angenehm.

Ende

Tschernobylreise 2015 Teil II

Nach einer eher kurzen Nacht im Hotel in Tschernobyl stand Tag 2 innerhalb der Zone an. Kurz zum Hotel: das war überraschend komfortabel, das Essen gut und die Zimmer tip top! Der Aufenthaltsraum ist gemütlich, das Bier lecker :D
Das man sich in einer “Sperrzone” aufhält merkt man kaum, abgesehen von verschlossenen Fenstern und der Ausgangssperre um 22uhr.
Ortsschild Prypjat
Diesmal ging es mitten nach Prypjat zum wohl bekannsten Rummelplatz der Welt. Gefühlt auch der meistbesuchte. Unterwegs aber noch ein kurzer halt an der Straße zum Reaktor, hier sieht man den neuen und alten Sakopharg im Vergleich.
Ortsschild Prypjat
Aber rein nach Prypjat zu den “Shadows of Tschernobyl” Graffits etc.


Kurzbesuch im Kulturpalast Energetik wo schon die Mai Parade vorbereitet wurde sowie im Supermarkt:

Weiter ging es zur Musikschule. Auf dem Weg dahin lag auch ein kleiner Boxstall:

Als nächstes großes Ziel ging es nun zur Jupiter Fabrik. Offiziell wurde dort Unterhaltungselektronik hergestellt, es soll aber auch militärisches dort produziert worden sein. Fakt ist das es sich um ein riesiges Gelände handelt wo man wohl ewig fotografieren könnte.

Außerdem bot das höchste Gebäude des Fabrikgeländes auch einen tollen Blick auf die Stadt. Man sieht gut die Struktur dieser “geplanten” Stadt.
Ortsschild Prypjat
Letztes Ziel in der Zone war der Kindergarten Prypjats:

Anschließend wurde noch ein wenig Tschernobyl erkundet, dies, noch mehr Bilder und ein Resumée in kürze im nächsten Teil.